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Die Fotografie und ...

- kreativ, erlebnisreich, interessant - ein Hauch von Kunst

- Sonnenuntergänge und Wolkenbildung, Faszination Himmel

- Einblicke in die Fauna und Flora von Feld, Wald und Wiese

- Verfremdete Objekte, fast schon als surreal anzusehen

            
...das Angeln

Ich möchte euch ein tolles Angelrevier im unteren Altmühltal
zwischen Meihern und Riedenburg, überwiegend Altwässer
der ehemaligen Altmühl, vorstellen. Der Besatz ist erstklassig von Aal bis Waller.


Es sind neue Bilder von der Schleuse Haidhof sowie von einigen Altwässern hinzu gekommen. Dazu zwei Links vom Fischereiverein Riedenburg.

 

Mein Name ist Rüdiger Dorn.

Ich wohne  schon einige  Jahre in einem  kleinen Ort  im schönen Münsterland zwischen Feldern  und  Wäldern,  Seen,  Teichen und  kleinen  Flussläufen, wo sich  Fuchs und Hase noch   friedlich "gute Nacht" sagen. 1972 hat es mich aus dem Trubel der Großstadt aufs Land verschlagen und ich habe es bis heute nicht bereut. Hier kann man noch frei atmen und die Natur erleben.

Angefangen hat alles vor einigen Jahren mit einer CANON EOS 300. Durch die Analogfotografie bin ich auf  den  Geschmack gekommen, überwiegend Naturfotografie  zu betreiben. Mit dieser Kamera hab ich  schon  gute Ergebnisse  erzielt, aber sie waren noch nicht das, was ich mir vorstellte.

Dann erschien die CANON EOS 350 D auf dem Markt. Eine Kamera, die meinen Vorstellungen in Bezug auf Aufnahmetechnik und Auflösung schon sehr entgegen kam.  Ich  konnte die Ergebnisse sofort anschauen und bei Bedarf wieder löschen, wenn sie mir nicht gefielen.  Auch  die anschließende Bearbeitung am Computer  und die Möglichkeiten der Bildgestaltung, die sich mir boten, faszinierten mich.

Hier zeige ich kleinen Querschnitt meiner "gesammelten" Werke. Die meisten Fotos wurden  von mir am Computer in Bezug  auf  Schärfe  und Kontrast verfeinert. Da  eine  Digitalkamera im  mittleren Preissegment  nicht die Farben so wiedergibt,  wie wir  sie in natura sehen, habe ich mittels Computer nachgebessert. Dadurch habe ich realistische wie auch unrealistische  Bilder  wissentlich erzeugt. Aber auch was unrealistisch wirkt hat doch seinen Reiz. Ich möchte mit meinen Bildern nicht nur Fotos zeigen,  sondern ich möchte beim betrachten der Fotos auch die Fantasie des Betrachters anregen.

Schaut und urteilt selber.

 
 

Deutschland, ein Land mit vielen Gesichtern ...

... was u.a. auch seine Landschaften betrifft. Einige habe ich schon abgelichtet, viele möchte ich noch ablichten. Meine Sammlung wächst unaufhörlich. Die für mich interessantesten Bilder, zu denen ich einen persönlichen Bezug habe, werde ich hier zeigen.

Von Zeit zu Zeit wird diese Seite aktuallisiert und mit neuen Aufnahmen "bestückt". Also schaut ruhig mal wieder rein, wenn es euch gefallen hat.

 

 
 

Tierfotografie, ein Versuch

Tiere zu fotografieren ist manchmal recht schwierig, doch macht es auch sehr viel Spaß, denn die "munteren Gesellen" haben uns eines voraus: sie halten einfach nicht still.

Einige Aufnahmen möchte ich hier zeigen. Aufnahmen aus dem Normal-, dem Tele- sowie aus dem Makrobereich.

 

 
 

Unsere Flora in Wald und Feld

Eine besondere Vorliebe meinerseits sind Spaziergänge in Wald und Feld und in 90 von 100 Fällen habe ich die Kamera dabei. Ich sollte mir aber angewöhnen, sie immer mitzunehmen. Denn gerade bei den Unternehmungen ohne Kamera sieht man oft lohnenswerte Objekte und ich ärgere mich jedesmal "schwarz", dass ich sie dann nicht dabei habe. Aber ich werde mich bessern.

Auch diese Rubrik wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Vielleicht gibts ja endlich mal wieder einen schönen Winter mit Schnee oder Rauhreif und vielen interessanten Fotoobjekten.

 

Ein "Naturschauspiel" der besonderen Art: Sonnenuntergang und Wolken.

Tauchen Sie ein in eine romantisch, ja fast mystische Welt. Jeder Sonnenuntergang wirkt anders auf den Betrachter. Ich habe romantisch wirkende Sonnenuntergänge erlebt, aber auch solche, bei denen der Himmel in Flammen zu stehen schien. Oft ist das Zusammenspiel zwischen Sonne und Wolken am Abend grandios. Minütlich wechselnd und doch nie langweilig. Oft zu sehen, meist übersehen. Wer dann seine Kamera dabei hat und fotografiert, hält einzigartige Erinnerungen an ein faszinierendes Naturereignis fest.

Einige Fotos wurden mit Absicht stark "überzeichnet", um dem Bild mehr Ausdruck zu verleihen.

 

 
 

Experimente

Hier zeige ich "Mein Spiel mit Filter". Durch Anwendung mehrer Filter in Verbindung mit HDR-Technik entstehen interessante Kreationen und Kompositionen.

Das ursprüngliche Foto ist teilweise als solches nicht mehr zu erkennen. Durch die starke Verfremdung jedoch bekommen die Bilder einen ganz neuen Reiz. Z.B. werden aus Landschaftsaufnahmen in Kombination mit anderen Bildern sanft geschwungene Linien.

Ich experimentiere weiter und werde immer mal wieder neue Kreationen einstellen.

 

 

        Angeln im unteren Altmühltal zwischen Meihern und Riedenburg
 
        
 
 

Zwischen Meihern und Riedenburg erschließt sich ein tolles Angelrevier sowohl für Friedfisch- wie auch für Raubfischangler, bestehend aus Altwässern der ehem. Altmühl und dem RMD-Kanal. Der Besatz ist hervorragend von Aal bis Zander.

Man fischt fast ungestört umgeben von einer herrlichen Landschaft. Ein Blick in die Bildergalerie des Altmühlfischereiverein Riedenburg e.V. aber verrät, was sich im Wasser alles tummelt und darauf wartet gefangen zu werden. Auf Waller und Großkarpfen sollte man es im Bereich der Schleuse Haidhof versuchen. Dort wurden schon prächtige Exemplare beider Gattungen gefangen. Weitere wichtige Informationen, welche Gewässer von Gastfischer beangelt werden dürfen, entnehmen Sie bitte der Website des Altmühlfischereivein Riedenburg e.V.

ACHTUNG: Beim Befahren der Wege nehmen Sie bitte Rücksicht auf Radwanderer!

 
 

Meiherner Altwasser

Lage des Altwassers: (48°59'31", 11°37'58")

Sie befahren die St2330 zwischen Dietfurt und Riedenburg bis zum Abzweig Meihern / Deising / Altmühlmünster. Gegenüber der Einmündung nach Meihern / Deising (Brückenauffahrt) zweigt ein Schotterweg ab, der Sie direkt zum Altwasser bringt. Mit einer gültigen Angel-Wochenkarte dürfen Sie den Weg, der eigentlich für Radwanderer gedacht ist, befahren.

Wenn Sie sich am Altwasser links halten, gelangen Sie zu den ausgeschilderten Parkmöglichkeiten. Wenn Sie den Weg weiter fahren gelangen Sie zum "Wasserrad". Das Meiherner Altwasser ist ein schönes Schleien- und Karpfengewässer. Graskarpfen sollen sich dort auch tummeln. Als Räuber sind Hecht und Zander vertreten.

 

Wasserrad

Lage des Altwassers: (48°58'47", 11°38'32")

Zwischen Meiherner Altwasser und Brücke Untereggersberg

Schönes Karpfen- und Schleiengewässer. Als Räuber sind Hecht, Barsch, Schied und Zander vertreten.

In den frühen Morgen- und Abendstunden sind auch an diesem Gewässer Biberbeobachtungen möglich, da sich auch hier eine Biberburg befindet. Sie liegt nur sehr versteckt unter einem dichten Laubdach am gegenüber liegenden Ufer.

 

Jägerwasser

Lage des Altwassers: (48°58'27", 11°39'22")

Sie fahren die St2330 bis zum Abzweig Untereggersberg, fahren über die Kanalbrück und biegen direkt hinter der Brücke links in den Schotterweg ein, der am Wald entlang führt. Die ersten Becken, die Sie sehen, sind Klärbecken. Zwischen diesen Becken und dem Kanal befindet sich das Jägerwasser.

Interessantes Karpfen- Schleien und Raubfischwasser (Eventuell Waller).

Auch hier gibt es eine Biberburg (Holzaufhäufung am gegenüber liegenden Ufer).

 

Harlander Graben

Lage des Altwassers: (48°58'27", 11°39'28")

Der Harlander Graben schliesst am Jägerwasser an. Sie sind nur durch einen kleinen Wall von einander getrennt. Entweder Sie parken am Jägerwasser oder fahren den Weg ca. 100m weiter. Parkmöglichkeiten für Angler sind auch hier vorhanden.

Interessantes Karpfen- Schleien und Raubfischwasser (Eventuell Waller).

Teilweise schwer zu befischen wegen versunkener Bäume im Wasser.

 

Kanal bei Oberhofen

Zwischen dem Harlander Graben und dem Gundlfinger Altwasser befindet sich eine von vielen Parkmöglichkeiten, um im Kanal zu angeln. Man sitzt relativ ungestört und kann das Fischen richtig genießen. Auch der Schiffsverkehr hält sich in Grenzen. Weitere interessante Kanalstrecken sind bei Untereggersberg und im Bereich der Schleuse Riedenburg.

Waller und Großkarpfen zu fangen ist hier möglich, aber nicht einfach. Gespräche mit einheimischen Anglern sind immer sehr aufschlußreich und gibt man sich als Angler zu erkennen - sind sie obendrein noch sehr nett und kollegial.

Bitte achtet auf Schilder, welche Wege ihr befahren dürft. Das vermeidet Ärger und bringt uns "Touris" nicht in Verruf.

 
   

Gundlfinger Altwasser (Waldseite)

Lage des Altwassers (48°59'09", 11°40'21")

Wenn Sie den Weg in Richtung Riedenburg weiterfahren, gelangen Sie nach ca. 200m zum Gundlfinger Altwasser. Interessantes Gewässer ( Länge von ca. 1 km) für Karpfen und Raubfisch. Laut Aussage einheimischer Angler soll hier auch der Waller (bis 2m) vorkommen.

Wie ich Eingangs schon erwähnte, ist aber auch alleine schon das Ansitzen ein Erlebnis. Vor sich hat man das Gewässer und das Tal mit schöner Natur, im Rücken den Talhang mit Felsen und Wald und wer ein Auge und Ohr für die Natur hat, kommt hier voll auf seine Kosten.

 

Gundlfinger Altwasser (Straßenseite)

Lage des Altwassers (48°59'21", 11°40'21")

Sie befahren die St2330 Richtung Riedenburg bis zum Abzweig zur Schleuse. Wenn Sie direkt nach der Abbiegung rechts in den Weg zum Kanal abbiegen und den Weg, der für Mitglieder des AFV und Gastangler mit Wochenkarten frei ist stromaufwärts weiterfahren, gelangen sie nach ca. 1 km zum Altwasser.

Schönes Karpfen- und Schleiengewässer. Vereinzelt Raubfisch.

 

Schleuse Haidhof (48°58'28", 11°41'19")

Sie befahren die St2330 Richtung Riedenburg bis zum Abzweig zur Schleuse. Wenn Sie direkt nach der Abbiegung rechts in den Weg zum Kanal abbiegen finden Sie hinter dem ersten Strauch einen Parkplatz für Angler. Gegenüber ist das obere Schleusenbecken.

Fahren Sie die Teerstraße weiter sehen Sie linker Hand einen großen Parkplatz. Dort können Sie parken, um zum unteren Schleusenbecken zu gelangen. Das erreichen Sie über die für den öffentlichen Verkehr gesperrten Teerstraße, die links vor der Schleuse abzweigt. Sie dürfen stillschweigend mit dem Auto den gesperrten Weg bis zur ersten Slipanlage befahren, um ihre Angelgeräte auszuladen. Dann muss das Auto wieder auf den Parkplatz verbracht werden.

Im unteren wie auch im oberen Becken gut für Zander, Hecht, Schied, Karpfen und Waller.

 

Altmühl bei Oberhofen

Sie befahren die St2330 Richtung Riedenburg bis zum Abzweig zur Schleuse. Wenn Sie direkt nach der Abbiegung rechts in den Weg zum Kanal abbiegen und den Weg, der für Mitglieder des AFV und Gastangler mit Wochenkarten frei ist, stromaufwärts weiterfahren gelangen sie nach ca. 2 km zum Altwasser. das etwas unterhalb des Weges liegt. Um dorthin zu gelangen muss eine Böschung hinab gestiegen werden.

Von oben betrachtet sieht man den ehem. Verlauf der Altmühl zwischen Strauchwerk am gegenüber liegenden Ufer und der Sandbank.

Schönes Karpfen- und Schleiengewässer. Vereinzelt Raubfisch.

 
Übernachten in Meihern: (48° 59' 53,25" 11° 37' 56,60" (Google Earth))
Neben einigen Privatpensionen gibt es in Meihern zwei Gasthöfe, die ich sehr empfehlen kann, da sie sehr anglerfreundlich sind.
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Gasthof Pension Schmid
Gemütliche Gästezimmer, FeWo, große Terrasse / Biergarten, gutbürgl. Küche, Frühstücksbuffet, faire Preise.
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Gasthof zur Post
Gemütliche Gästezimmer, große Terrasse / Biergarten, gutbürgl. Küche, reichaltiges Frühstück, faire Preise.
     

 

 

 

 

Angeltour Juli 2012 in den Raum Riedenburg

Ein paar Worte zum unteren Altmühltal.

Vor ca. 800.000 Jahren durchschnitt die Urdonau oder auch Altmühldonau genannt die südliche Fränkische Alb und schuf eine teilweise wildromantische Landschaft, die ihresgleichen sucht: das heutige (untere) Altmühltal. Eine Landschaft, die einlädt zum Wandern, sei es auf Schusters Rappen oder mit dem Radl oder, so wie in meinem Fall, zum Fischen. Die Talhänge sind durchweg bewaldet, doch dazwischen sieht man immer wieder Felsen hervorragen. Der malerische Ort Essing mit der längsten Holzbrücke Europas liegt an steilen Jurafelsen, bewacht vom Burgfried der ehemaligen Burg Randeck. So etwas sieht man beim Angeln auch nicht alle Tage. Oder die „Skyline“ von Riedenburg, unmittelbar am Kanal gelegen, mit ihren wunderschönen Häusern; einfach ein Augenschmaus.

Leider wurde Mitte der 80er Jahre im Großraum Riedenburg / Kelheim der Ausbau des RMD vorangetrieben und die ehemalige Altmühl verschwand  auf 34 Kilometer im Kanal. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit vor dem Ausbau erinnern. Die Altmühl mäanderte mehr oder weniger, mal träge, mal etwas schneller fließend Richtung Kelheim und im Verbund mit ihren Altwässern war die Gegend ein beliebtes Anglerparadies. Seinerzeit fand man nur wenige Radlwanderer, dafür sehr viel Angler aus dem gesamten Bundesgebiet. Heute ist es genau umgekehrt. Auch der Fischreichtum war seinerzeit hervorragend und die Altmühl bot dem ambitionierten Angler ein erlebnisreiches Fischen.

Das ist heute aber nicht anders. Leider wird es nur noch von wenigen Eingeweihten wahrgenommen. Am Kanal mit seinen vielen Stillwasser- und Laichzonen hat sich eine naturnahe Uferflora entwickelt, die hier ihresgleichen sucht. Kennt man unsere Kanäle mit ihren abgemähten Ufern, so sucht man sie dort vergeblich. Als Kanalangler sitzt man teilweise fast wie in der „Wildnis“. Das Gleiche gilt auch für die Altwässer. Eine Wildnis, welche durch die mit Felsen durchsetzten und mit Wald bewachsenen Talhänge schon fast romantisch wirkt.  Man fühlt sich einfach wohl beim Angeln. Auch die Altarme, die man renaturiert, bzw. so gelassen hat, wie sie einmal waren, lassen jedes Anglerherz höher schlagen. Viele davon haben Zugang zum Kanal, so dass der Fisch wandern kann. Kein Altwasser ist wie das andere und jedes fordert den Angler erneut heraus. Den Besatz im RMD und den Altwässern bezeichne ich als hervorragend. Es ist alles an Fischen vorhanden, die man aus unseren Gewässern kennt. Von Aal über Wels bis Zander, mit Ausnahme des Störes. Die Fische kommen auch in kapitalen Größen vor, wie man auf der Seite des AFV Riedenburg sehen kann. Leider ist auch die Schwarzmeer- oder Marmorgrundel stark vertreten und breitet sich zu einer echten Plage aus. So ergaben Messungen des LFV eine Population von ca. 100 Grundeln auf 1 qm Fläche. Grundköder sollten also grundelsicher angeboten werden, d. h. teilweise bis zu 50 cm über Grund.

Als Angler mit Gastkarte dürfen ausgeschilderte Uferwege mit dem Hinweis "frei für AFV" am Kanal und an den Altwässern befahren werden, was hier in NRW ein Unding ist. Der örtliche Angelverein von Riedenburg hat auf diesen Wegen ca. alle 200m extra Parkplätze für Angler eingerichtet. Niemand muss, wenn er nicht möchte, sein Gerät weit schleppen. Ich finde es einfach toll, was dort für die Angler getan wird. Dafür ein ganz dickes Lob! Bitte nehmt beim Befahren dieser Wege Rücksicht auf Radwanderer. Etwas schnelleres Schritttempo ist hier sehr angebracht, max. 20-30 km/h.

Vielleicht habe ich euch ein klein wenig neugierig auf die Gegend und das Angeln dort gemacht und wenn ich ehrlich bin, das wollte ich auch. Der Angeltourismus in dieser herrlichen und fischreichen Gegend muss einfach wieder angekurbelt werden.


Nun zu meinem Bericht.

In der Zeit vom 12.7. - 19.7. 2012 befanden wir uns im unteren Altmühltal an den Gewässern des Altmühl-Fischerei-Verein Riedenburg.  Wir, das waren Jochen, Hans, mein Sohn, der kein Angler ist und ich.

Beangelt wurden u.a.:

* der Harlander Graben,

* das Gundlfinger Altwasser (Straßen- und Waldseite),

* das Jägerwasser,

* die Eselstränke

* der RMD im offenen Gewässer und an der Schleuse Haidhof.

Man kann leider in 6 Tagen nicht alles beangeln und austesten, was einem an Gewässer zur Verfügung steht. Trotzdem war es eine erlebnisreiche Woche im Altmühltal. Mein ganz besonderer Dank gilt Herrn Ludolf Wasner, in seiner Person der 2. Vorsitzende des AFV-Riedenburg. Er hat uns bei einigen Ansitzen begleitet oder wir trafen uns mehr oder weniger zufällig und er stand uns mit Rat über seine Hausgewässer zur Seite.

Nachdem ich meinen Kollegen am Ankunftstag nachmittags die Gewässer gezeigt und wir abends noch den Kanal an der Schleuse Haidhof befischt hatten starteten wir unseren ersten richtigen Ansitz am 2. Urlaubstag. Unsere Wahl fiel auf den unteren Teil des Gundlfinger Altwassers (Waldseite), fast am Auslauf zum Kanal, das sehr vielversprechend aussah. Dort ist das Gundlfinger Altwassers ca. 30m breit, unmittelbar an den Rändern befindet sich viel totes Holz (abgestorbene Bäume) im Wasser. Hervorragende Unterstände für alle Arten von Fischen. Hans fing nach geraumer Zeit eine wunderschöne Schleie auf Sicht, die uns Petrus allem Anschein nach nicht vergönnte, denn kurz darauf fing es an zu regnen und hörte auch sobald nicht wieder auf. Auch den Fischen wurde es anscheinend zu nass, denn es tat sich nichts mehr.

Abends besuchten wir dann den RMD an der Schleuse Haidhof. Es hatte wieder aufgehört zu regnen und wir versuchten unser Glück am oberen Schleusenbecken. Leider pumpten sie zu der Zeit Wasser von unten nach oben, so dass im oberen Schleusenbecken eine starke Strömung zu verzeichnen war. So musste ich auf das Angeln mit der Pose verzichten. Diese Strömung hielt übrigens während unseres gesamten Urlaubs an. Schade, ich hätte zu gerne im oberen Becken mit Posenmontage auf Waller geangelt. Hans und Jochen versuchten im oberen Becken ihr Glück mit der Spinnrute, während ich zum unteren Schleusenbecken wechselte. Ich beköderte einen 5/0 Wallerhaken mit reichlich Tauwürmern und hoffte auf einen schönen Fisch. Doch leider blieb der ersehnte Biss aus, obwohl der Köder fast an der Abgrenzungsmauer zum eigentlichen Schleusenbecken lag. Laut Herr Wasner sollte das der ideale Platz sein und nach seinen Worten sind dort schon einige große Waller gefangen worden. Ich glaube es ihm, aber als Tourist bezeichne ich das Angeln auf Waller in fremden Gewässern als Glücksspiel. Trotzdem war es spannend und ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen.

Ich will nun aber nicht jeden Tag einzeln beschreiben. Kann ich auch nicht, denn leider habe ich kein „Tagebuch“ geführt und unsere Fänge waren auch nicht so berauschend, dass man daraus einen überaus spannenden Bericht machen könnte. Und doch gab es eine Begebenheit, die ich erwähnenswert finde. Wir beangelten den Harlander Graben am Durchstich zur Sandgrube. Ich hatte meinen Köder auf Karpfen ausgelegt und harrte der Dinge, die hoffentlich kommen würden. Damit meine ich, dass mein Bissanzeiger loskreischt. Hans war mit der Spinnrute unterwegs und versuchte sein Glück zwischen dem Totholz. Nach einiger Zeit hörte man seinen Ruf nach einem Kescher. Er stand in Wathose im Wasser und hatte einen schönen Hecht am Haken, der auch mittels Kescher gelandet wurde. Kurze Zeit später bekam ich wirklich den lang ersehnten Biss auf Boilie und der Bissanzeiger sang sein Lied. Da Schnur abgezogen wurde nahm ich die Rute und setzte einen beherzten Anhieb. Warum auch immer, er ging ins Leere. Jochen, Niklas und ich schauten uns ziemlich dumm an. Warum: Haken weg, Blei weg … alles weg. Was war geschehen? Die Erklärung gab uns viel später Herr Wasner, dem ich die Sache erzählte. Im Kanal und den Altwässern wimmelt es von großen Dreikantmuscheln, die in ganzen Kolonien leben (ich nenne sie fortan Muschelklumpen). Hat man nun Pech und die Schnur fällt beim Absinken genau in eine aufgeklappte Teichmuschel hinein, klappt die Muschel zu. Da die Ränder der Muschelschale scharf sind wie Messer wird beim Anhieb die Schnur gnadenlos durchtrennt. Von dem Benutzen einer Schlagschnur hatte mir niemand etwas erzählt. So muss es bei mir passiert sein. Ich will die Worte, die ich in dem Moment verloren habe hier nicht wiederholen, aber ich war stinksauer. Vielleicht wäre es mein Traumkarpfen geworden, denn das Altwasser beherbergt "dicke Brocken".

Auch das Gundlfinger Altwasser Straßenseite ist sehr interessant. Wie ich finde ein tolles Karpfen, Schleien und Raubfischgewässer mit sehr gutem Fischbestand. Der Uferbewuchs gibt leider nur sehr wenige freie Stellen zum Angeln her, aber an diesen Stellen befinden sich auch Parkmöglichkeiten. Ein Ansitzt an dem Altwasser ist schon rein landschaftlich Erholung pur.

Hier möchte ich mal ein Wort über die Angelplätze am Kanal und den Altwässern verlieren. Ich habe selten so saubere Angelplätze gesehen wie in Riedenburg. Anscheinend ist dort die Unsitte, seinen Müll zu hinterlassen, noch nicht so verbreitet wie bei uns. Ok, hier und da findet man mal eine Maden- oder Maisdose, aber man muss schon danach suchen.

Wir beangelten das Gundlfinger Altwasser /Straßenseite) an einem sehr warmen und sonnigen Tag, sahen schöne Karpfen im Wasser vor sich hindösen, die ihrerseits die Sonne genossen, aber leider unsere Köder verschmähten. Gegen Abend konnte man vermehrt Raubfische jagen sehen. Doch auch sie verschmähten unsere Köder. Könnte  am vorhersehbaren Wetterumschwung gelegen haben (als Angler hat man immer eine Ausrede, wenn es nicht beißt).

An einem der nächsten Tage starteten Hans und Jochen einen Ansitz an der Eseltränke. Ein sehr idyllisches, etwas abseits gelegenes Altwasser mit glasklarem Wasser. Sie beherbergt u. a Forellen und am Einlauf des Altmühlmünster Baches stehen auch Barben. Doch ihr Ansitz war leider nicht von Erfolg gekrönt.

Einen guten Eindruck von der ehemaligen Altmühl und wie sie einmal ausgesehen haben muss bekommt man an der „Alten Schleuse Kastlhof“. Die Schleuse bildet übrigens die Fischereigrenze zwischen Riedenburg und Kelheim. Ein stark verkrautetes, sehr flaches Gewässer, in das sich aber u. a. auch große Welse verirren. Laut Herrn Wasner sind dort schon einige Fische dieser Gattung gefangen worden.

Nachdem wir am letzten Tag unseres Urlaubs von morgens bis zum frühen Nachmittag das Jägerwasser, leider ohne Erfolg, beangelt hatten trafen wir uns gegen 19 Uhr mit Herrn Wasner am RMD, um gemeinsam auf Raubfisch zu angeln. Es kam, wie es kommen musste. Hans fing schon nach kurzer Zeit einen schönen Rapfen auf Köderfisch. Da ich es mal wieder auf Karpfen und Waller versuchte und sowieso der Pechvogel unserer Truppe war ging ich wie so oft leer aus. Nicht einen Zupfer tat es an meinen Ruten.

Eine schöne Story in Bezug aufs Jägerwasser gab Herr Wasner zum Besten. Dazu muss man wissen, dass das Jägerwasser hinter zwei Klärbecken der örtlichen Kläranlage Untereggersberg liegt. Über einen schmalen Weg zwischen den Klärbecken gelangt man vom Parkplatz zum Jägerwasser. Irgendwann einmal kam er auf einem Kontrollgang am Jägerwasser vorbei und sah einen angelnden Touristen auf eben diesem Weg sitzen. Seine Köder hatte er in den Klärbecken ausgelegt, sah sehr zufrieden aus und spielte auf seiner Gitarre. Herr Wasner machte ihn schmunzelnd darauf aufmerksam, dass er dort mit Sicherheit nichts fangen würde, da es Klärbecken seien. Die Antwort des Anglers war so ähnlich wie „Das macht nichts. Einfach hier in dieser schönen Ecke zu sitzen, zu Angeln und Gitarre zu spielen ist schon Erholung genug für mich“. Auch so etwas muss es geben.

Erwartet bitte keine großartigen Fangfotos. Die findet ihr auf der Seite das AFV-Riedenburg. Meine Bilder sollen euch einen kleinen Eindruck von den Angelmöglickeiten sowie von der grandiosen Natur vermitteln, in der man vor Ort seinem Hobby nachgehen kann.

Informationen rund ums Angeln in Riedenburg
Tageskarte 9,50€
Wochenkarte 35€


Die Gastkarten erhält man

in Riedenburg:

   Hotel Schwan, Marktplatz 5, Tel. 09442/1272   www.brauereigasthof-schwan.de
   Tourist-Information, Marktplatz 1, Tel. 09442/905000   www.riedenburg.de       
   Gaststätte Talblick (Campingplatz) , Austraße 40  , Tel. 09442/430
   Gasthaus Zum Kini, Johannesgasse 13, Tel. 09442/3699              
   Tankstelle Lima, Kelheimer Str. 5A, Tel. 09442/906162
   Schreibwaren Kirchmaier, An der Altmühl 19, Tel. 09442/991508   
       
in Meihern:

   Gasthof Johann Schmid, Sandstr. 22, Tel. 09442/1631 www.gasthof-pension-schmid.de
   Gasthof Max Schels, An der Post 9  Tel. 09442/1330   www.meihern.de
          
in Untereggersberg:

   Gasthof Pflieger, Untereggersberg 8, Tel. 09442/92100   www.gasthof-pflieger.de

in  Prunn:

   Gasthof zur Krone, Prunner Hauptstr. 13, Tel. 09442/922010   

in Kastlhof:

    Gasthof Brock (Campingplatz), Kastlhof 1, Tel. 09447/698   www.kastlhof.de

Alles Weitere entnehmt bitte der Seite des AFV-Riedenburg.


Zum Schluss:

Solltet ihr mit Familie anreisen, nicht nur dem Angeln frönen und möchtet mit der Familie etwas erleben und unternehmen, so hat die Gegend sehr viel zu bieten. Um nur ein paar Möglichkeiten aufzuzählen:

  • Die Rosenburg in Riedenburg mit Falknerei und Flugshow
  • Schloss Prunn zwischen Riedenburg und Essing lädt zu einer Besichtigung ein
  • Dietfurt mit seinem Chinesenbrunnen und dem Kreuzberg
  • Das Siebentäler-Freibad in Dietfurt (am Berg gelegen mit Blick auf 7 Täler)
  • Die Befreiungshalle in Kelheim
  • Eine Schifffahrt durch den Donaudurchbruch von Kelheim zum Kloster Weltenburg (ein tolles Erlebnis)
  • Vielleicht mal Fahrräder leihen und ein Stück am Kanal entlang radeln.

und vieles mehr.

Mit dem Auto ist Regensburg von Riedenburg nur knapp eine ¾ Stunde entfernt. Ingolstadt das gleiche. Bis München sind es 90 km und in das Voralpenland dauert  es mit dem Auto ca. 2 Stunden (Kochel- oder Chiemsee).

Eine schöne Tagestour, die ich selbst schon gemacht habe:

Von Riedenburg - über München zum Kochelsee - Kesselbergstraße zum Walchensee - weiter bis Wallgau - durch´s Isartal nach Hinterriss - zum großen Ahornboden (ein grandioses Erlebnis zwischen Zweieinhalbtausendern) - auf dem Rückweg Sylvensteinspeicher bestaunen und vom Angeln sowie von großen Seeforellen oder Saiblingen träumen - über Bad Tölz und München zurück nach Riedenburg.
Die gesamte Tour war entspannend und dauerte mit längeren Pausen, schauen und staunen ca. 10 Stunden.

Weitere Sehenswürdigkeiten oder Erholungstipps findet ihr im Internet. In Google einfach mal Riedenburg, Dietfurt, Kelheim usw. eingeben.

Ich bedanke mich für euer Interesse.

Hier kommt ihr zur Diashow:

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Rüdiger Dorn
Schlichtenfede 46
48346 Ostbevern

Webadresse: www.fotografica-dorn.de

Email: info@fotografica-dorn.de

Rechtlicher Hinweis:

Alle hier gezeigten Fotografien sind geschützt und unterliegen dem Urheberrecht. Das Copyright liegt bei dem Fotografen. Die auf den Bildern gezeigten Personen haben ausdrücklich der Veröffentlichung zugestimmt.

Ohne meine ausdrückliche, schriftliche Genehmigung dürfen die Bilder weder privat noch gewerblich genutzt, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Zuwiderhandlungen werden zivil- und strafrechtlich verfolgt und von mir zur Anzeige gebracht.